Über TunnelBear
TunnelBear beschreibt die Nutzung in drei Schritten: App öffnen, Land wählen, Schalter umlegen. Danach verschlüsselt der VPN-Dienst den gesamten ein- und ausgehenden Datenverkehr des Geräts, sodass Internetanbieter, Netzwerkbetreiber oder Angreifer nur noch unlesbare Daten sehen. Als Einsatzzwecke nennt die Website den Schutz in öffentlichen WLANs, das Verhindern von Tracking über die IP-Adresse durch Werbedienste, das Umgehen von Sperren in Schul- oder Firmennetzen, den Zugriff auf regional beschränkte Inhalte und den Zugang zu gewohnten Diensten auf Reisen oder bei einem Aufenthalt im Ausland.
Auf der Über-uns-Seite formuliert das Team seine Haltung so: Das Internet sei ein besserer Ort, wenn alle privat surfen können und alle dasselbe Internet sehen. TunnelBear will die Vorteile von Privatsphäre mit besonders einfachen Apps für alle zugänglich machen. Die Preis- und Hilfeseite erklärt, dass manche Internetanbieter Informationen über das Surfverhalten ihrer Kunden legal bündeln und verkaufen dürfen, und nennt weitere Anwendungen: neue Spieleserver ausprobieren, eine Drosselung der Geschwindigkeit verhindern und Apps oder Websites in Schul- und Arbeitsnetzen freischalten. Die E-Mail-Adresse des Kontos dient laut Datenschutzerklärung für Kaufbelege, Kommunikation und gelegentliche Produktneuigkeiten.
Für die Sicherheit setzt TunnelBear standardmäßig auf AES-256; eine schwächere Verschlüsselung lässt sich gar nicht wählen. Nach eigener Aussage ist TunnelBear der einzige VPN-Anbieter für Privatkunden, der seine Apps jährlich von unabhängiger Stelle prüfen lässt und die Ergebnisse veröffentlicht. Das Unternehmen verspricht, die Browsing-Aktivitäten seiner Nutzer niemals zu überwachen, zu protokollieren oder zu verkaufen. Ob der Schutz aktiv ist, lässt sich auf bearsmyip.com prüfen. Das Servernetz ist laut Website auf schnelles Surfen und Streaming ausgelegt, und die Länderauswahl „Fastest“ wählt automatisch den schnellsten Server, wenn das Land keine Rolle spielt.
Die Datenschutzerklärung soll laut TunnelBear ohne Anwalt verständlich sein und listet die gespeicherten Daten vollständig auf. Den vollständigen Namen erhebt TunnelBear bei der Kontoerstellung inzwischen nicht mehr; der Nachname wird nur bei Kartenzahlung erfasst. Zu den Betriebsdaten gehören etwa die App-Version, das im Monat insgesamt verbrauchte Datenvolumen, das auch für das Kontingent kostenloser Nutzer dient, und einzelne Kontoereignisse wie eine Zahlung. Personenbezogene Daten speichert TunnelBear nach eigener Angabe nicht außerhalb Kanadas, auch wenn die Server in vielen Ländern stehen. Bei der Wahl einer anonymen Nutzungsstatistik habe man bewusst zwischen Datensparsamkeit und Servicequalität abgewogen.
Bezahlt wird über Stripe und PayPal, beides PCI-konforme Zahlungsdienstleister. TunnelBear speichert nach eigener Aussage weder die vollständige Kartennummer noch den Standort zum Zeitpunkt der Zahlung und nutzt alle angebotenen Mehrfaktor-Sicherungen dieser Anbieter; die Zahlungsdienstleister selbst können Daten auch außerhalb Kanadas speichern. Google Analytics ist auf der Website auf die kürzeste Aufbewahrungsdauer eingestellt und speichert keine IP-Adressen. Für Fragen zum Datenschutz oder zu einer Beschwerde bei der zuständigen Behörde nennt TunnelBear die Adresse privacy at tunnelbear.com.
Ein Konto kann auf beliebig vielen Geräten genutzt werden: App über tunnelbear.com/download installieren und anmelden. TunnelBear verweist auf über 175.000 Fünf-Sterne-Bewertungen und bietet auf der Website den KI-Assistenten RoboCub für häufige Fragen. Die Verbindung bremst laut FAQ in der Regel nicht spürbar, außer man wählt ein sehr weit entferntes Land. Eine hilfreiche Bewertung von TunnelBear nennt genutzte Geräte und Länder, die gemessene Geschwindigkeit, die Stabilität der Verbindung und gegebenenfalls Erfahrungen mit Support oder Abrechnung. Maßgeblich sind die Bedingungen auf tunnelbear.com.