Über Tresorit
Laut der Seite „Über Tresorit“ wurde das Unternehmen 2011 gegründet, um Zusammenarbeit im Internet zu ermöglichen, ohne die Datensicherheit zu opfern. Was als sicheres Werkzeug zur Synchronisierung und Freigabe von Dateien für datenschutzbewusste Berufstätige begann, ist heute eine Plattform für Unternehmen, die mit vertraulichen Daten arbeiten. Tresorit gehört zur Schweizerischen Post und hat Niederlassungen in der Schweiz, Deutschland und Ungarn. Laut Nutzungsbedingungen werden die Dienste von der Tresorit AG mit Sitz an der Pfingstweidstrasse in Zürich erbracht. Die Website stellt außerdem das Führungsteam vor, darunter den CEO István, der das Unternehmen seit 2023 leitet.
Kern des Angebots ist SecureCloud: Ende-zu-Ende-verschlüsselte Speicherung nach dem Zero-Knowledge-Prinzip, bei dem laut Tresorit nicht einmal das Unternehmen die Daten einsehen kann, dazu Zwei-Faktor-Authentifizierung, detaillierte Berechtigungen und Apps für Windows, macOS, Linux, iOS, Android sowie den Browser. Für Privatanwender gibt es die Pläne Personal Lite, Essential und Pro mit unterschiedlich viel Speicher, Gerätezahl, Dateiversionierung und Freigabegröße; Personal Lite synchronisiert laut Preisseite auf zwei Geräten und teilt verschlüsselte Links bis 2 GB, Essential auf zehn Geräten mit Versionierung, Pro bietet erweiterte Berechtigungen und Links bis 5 GB; verschlüsselte Anhänge funktionieren mit Gmail und Outlook. Daneben existiert ein kostenloser Basic-Plan. Für Unternehmen bietet Tresorit Business-Pläne, FileSharing, das Kundenportal Tresorit Engage, E-Mail-Verschlüsselung, eSign und Datenresidenz-Optionen an.
Jeder Plan lässt sich 14 Tage kostenlos testen; aus Sicherheitsgründen müssen dafür trotzdem Zahlungsdaten angegeben werden. Laut Nutzungsbedingungen kann man bis zum letzten Testtag kündigen, danach kann das Abo automatisch kostenpflichtig werden. Bezahlt wird per Kreditkarte oder PayPal. Abonnements verlängern sich am Ende jedes Abrechnungszeitraums automatisch um denselben Zeitraum, höchstens ein Jahr, sofern man nicht vorher kündigt. Gekündigt wird im Kontoportal, das Konto fällt dann auf Basic zurück. Für ein Downgrade oder eine Kündigung gibt es keine Rückerstattung; ändert Tresorit die Bedingungen wesentlich, kann man innerhalb von 30 Tagen kündigen und erhält eine anteilige Erstattung.
Ein wichtiger Punkt bei verschlüsselten Diensten: Tresorit hat keinen Zugriff auf Passwörter und kann sie laut Nutzungsbedingungen nicht wiederherstellen. Wer sein Passwort verliert, riskiert, dass verschlüsselte Inhalte nicht mehr entschlüsselt werden können, und Tresorit haftet dafür nicht. Das Passwort sollte man deshalb sicher aufbewahren, etwa in einem Passwortmanager. Die Dienste dürfen nur von Personen ab 18 Jahren genutzt werden. Vor dem Teilen verschlüsselter Inhalte sollte man die Berechtigungen der jeweiligen Empfänger prüfen.
Der Vertrag unterliegt schweizerischem Recht; für Verbraucher mit gewöhnlichem Aufenthalt in der EU oder der Schweiz bleiben die zwingenden Bestimmungen ihres Wohnsitzrechts unberührt. Streitigkeiten sollen grundsätzlich in einem Schiedsverfahren des International Centre for Dispute Resolution mit Sitz in Zürich und auf Englisch entschieden werden, wobei das Recht von Verbrauchern, etwa in EU-Mitgliedstaaten, vor ihren örtlichen Gerichten zu klagen, unberührt bleibt. Bei Konten, die für geschäftliche Zwecke genutzt werden, darf Tresorit eine Testphase ohne Ankündigung verkürzen oder beenden, und kostenlose Dienste werden ohne Gewährleistung bereitgestellt. Die deutsche Fassung der Nutzungsbedingungen wurde im Mai 2023 sprachlich präzisiert.
Eine hilfreiche Bewertung von Tresorit nennt den Plan, die Zahl der Geräte und Nutzer, die Geschwindigkeit beim Synchronisieren großer Dateien, die Bedienbarkeit der Apps, Erfahrungen mit Freigaben und Berechtigungen sowie mit Kündigung oder Support. Maßgeblich sind die aktuellen Nutzungsbedingungen auf tresorit.com.