Über ResMed
Resmed, lange als ResMed geschrieben, gehört zu den bekanntesten Herstellern von Geräten gegen obstruktive Schlafapnoe. Die Firmengeschichte beginnt am 29. Mai 1989, als Peter Farrell das Unternehmen unter dem Namen ResCare gründete, um Betroffene mit Überdrucktherapie zu versorgen. Schon 1990 kam eine vormontierte Nasenmaske auf den Markt. Heute reicht das Angebot von CPAP- und APAP-Geräten über Masken und Befeuchter bis zu Heimbeatmung und digitalen Diensten. Herausgeber der deutschen Website ist laut Impressum die Resmed Germany Inc. mit Sitz am Mahatma-Gandhi-Platz in München, eingetragen beim Amtsgericht München unter HRB 156206.
Wer den Verdacht auf Schlafapnoe hat, etwa wegen lauten Schnarchens mit Atemaussetzern oder starker Tagesmüdigkeit, findet auf resmed.de einen Online-Selbsttest und Erklärungen zu Ursachen, Diagnose und Apnoe-Hypopnoe-Index. Der Test ersetzt keine Untersuchung. In Deutschland führt der Weg über Hausarzt oder HNO-Arzt zu einer Polygraphie oder einer Nacht im Schlaflabor. Erst danach stellt der Arzt eine Verordnung für ein Therapiegerät aus. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Versorgung in der Regel über einen Hilfsmittelversorger, mit dem sie einen Vertrag hat; welche Gesellschaft zuständig ist und welche Zuzahlung anfällt, klärt man am besten direkt mit der eigenen Kasse.
Einer dieser Versorger ist Resmed Healthcare, eine eigene Gesellschaft der Gruppe mit Filialen in Deutschland, die über einen Filialfinder gesucht werden können. Sie betreut Patienten bei Schlafapnoe, Sauerstoff- und Beatmungstherapie, von der Einweisung in das Gerät über die Maskenanpassung bis zur Nachsorge. Für die Eingewöhnung gibt es Hinweise zum Einweisungstermin und Tipps für die ersten Wochen, in denen viele Patienten mit Druckgefühl, trockenem Mund oder undichten Masken kämpfen. Für Menschen, die keine Maske vertragen oder eine leichtere Form haben, bietet Resmed die Unterkieferprotrusionsschiene Narval an, die von spezialisierten Zahnärzten angepasst wird.
Ergänzend betreibt Resmed mit resmedshop.de einen offiziellen Online-Shop für Masken, Polster, Schläuche, Filter, Ersatzteile und Reisegeräte wie den kompakten AirMini. Der Shop erklärt auch den Kauf auf Rezept und unterstützt bei der Erstattung durch die Krankenkasse. Ob sich das lohnt, hängt vom Vertrag der eigenen Kasse ab, denn Verbrauchsmaterial wird bei vielen Versicherten ohnehin regelmäßig vom zuständigen Versorger geliefert. Selbst gekaufte Zusatzmasken oder ein Reisegerät sind dagegen häufig eine private Ausgabe. Ein über die Kasse versorgtes Therapiegerät wird oft nur leihweise überlassen und bleibt Eigentum des Versorgers, was bei Umzug, Kassenwechsel oder Therapieende eine Rolle spielt. Vor dem Kauf eines anderen Maskenmodells sollte man mit dem Arzt oder Versorger sprechen, weil Passform und Druckeinstellung zusammenhängen.
Die App myAir zeigt Nutzern kompatibler Geräte die Nutzungsdauer, die Maskendichtigkeit und weitere Werte der Nacht und gibt Tipps zur Therapie. Für den AirMini gibt es eine eigene App, für die Narval-Schiene die App myNarval. Ärzte und Versorger greifen über die Plattform AirView auf Therapiedaten zu, sofern der Patient dem zugestimmt hat. Gerade bei Gesundheitsdaten lohnt ein Blick in die Datenschutzhinweise: welche Daten übertragen werden, wer Zugriff hat und wie sich die Übertragung abschalten lässt. Bei technischen Problemen mit dem Gerät ist der Versorger der erste Ansprechpartner, nicht der Hersteller.
Eine hilfreiche Bewertung zu Resmed beschreibt Gerät und Maske, die Art der Versorgung, die Erfahrung mit Einweisung und Nachsorge sowie Erfahrungen mit Shop oder App. Medizinische Fragen gehören in die Hände von Ärztinnen und Ärzten; Produkte, Leistungen und Bedingungen richten sich nach den jeweils aktuellen Angaben auf resmed.de und bei der Krankenkasse.