Über REI
Laut Wikipedia gründeten Lloyd und Mary Anderson REI 1938 in Seattle. Die beiden hatten für einen Kletterkurs des Clubs The Mountaineers einen Eispickel aus Österreich importiert und beschlossen, eine Genossenschaft zu gründen, damit andere Clubmitglieder gute Kletterausrüstung zu fairen Preisen bekommen. Am 23. Juni 1938 zahlten fünf Mountaineers je einen Dollar Beitrag. Anfangs bestand das Geschäft aus einem Regal in einer Bauerngenossenschaft am Pike Place Market. 1955 wurde Jim Whittaker der erste Vollzeitmitarbeiter; als er im Mai 1963 als erster Amerikaner den Mount Everest bestieg, brachte das REI so viel Aufmerksamkeit, dass der Umsatz im Folgejahr erstmals eine Million Dollar überstieg.
In den 1970er-Jahren konzentrierte sich REI auf Ausrüstung für Bergsteiger und Expeditionen, in den 1980er-Jahren kamen Camping, Kajak, Radfahren und Freizeitbekleidung hinzu. 1981 übernahm das Unternehmen den Ausrüster Mountain Safety Research, den es 2001 wieder verkaufte. Von 2005 bis 2013 führte Sally Jewell das Unternehmen, bevor sie US-Innenministerin wurde. Seit März 2025 ist Mary Beth Laughton Chefin. 2015 bekannte sich REI mit der Eigenmarke REI Co-op und einem neuen Logo wieder deutlich zu seinem Genossenschaftsmodell. Über die 2015 gekaufte Adventure Projects betreibt REI Websites wie Mountain Project mit Informationen zu mehr als 128.000 Kletterrouten weltweit.
REI gehört seinen aktiven Mitgliedern, die eine einmalige lebenslange Gebühr von derzeit 30 Dollar zahlen. Sie dürfen den Vorstand wählen, allerdings nur aus vom Vorstand ausgewählten Kandidaten, und erhalten jährlich eine Prämie, die meist 10 Prozent ihrer Ausgaben für regulär bepreiste Ware im Vorjahr entspricht und als Guthaben ausgezahlt wird. Bekannt wurde REI 2015 mit der Kampagne #OptOutside: Am Black Friday blieben alle Filialen geschlossen, der Onlinehandel wurde angehalten und die Beschäftigten erhielten einen bezahlten freien Tag. Fortune zählt REI seit 1985 zu den 100 besten Arbeitgebern der USA.
Neben dem Handel bot REI laut Wikipedia seit 1987 mit REI Adventures Aktivreisen in aller Welt an, ab 2006 kamen mit der Outdoor School Tagesausflüge und Kurse in den Filialen hinzu. Im Januar 2022 beschäftigte das Unternehmen mehr als 15.000 Menschen, die meisten in den Filialen und viele in Teilzeit; Beschäftigte erhalten Rabatte und einen bezahlten Tag im Freien. Nach dem Schulmassaker von Parkland schloss sich REI 2018 dem Boykott gegen die Waffenlobby NRA an und setzte Bestellungen beim Ausrüster und Waffenhersteller Vista Outdoor aus.
Es gibt auch Kritik und Einschnitte. Seit 2016 organisieren sich Beschäftigte für bessere Löhne, Schichtplanung und Leistungen; 2022 stimmte die Filiale in SoHo, Manhattan, als erste für eine Gewerkschaft, weitere folgten, und Beschäftigte warfen dem Unternehmen Verstöße gegen das Arbeitsrecht vor. Im Januar 2023 strich REI acht Prozent der Stellen in der Zentrale, 2025 beendete es sein Geschäft mit geführten Touren und Kursen, und für Oktober 2026 kündigte es die Schließung der Flagship-Filiale in New York an. Zu den weiteren Flagship-Standorten gehören Seattle, Bloomington, Washington, D.C., und Denver.
Für Kunden in Deutschland hat REI keine Filialen und keinen deutschsprachigen Shop. Die Website rei.com war während der Prüfung für diesen Artikel nicht erreichbar, daher fehlen Angaben zu internationalem Versand, Zöllen und Rückgaben bei Bestellungen aus Deutschland.
Für eine hilfreiche Bewertung von REI sind Angaben zum gekauften Produkt, zu Qualität und Haltbarkeit, zur Beratung im Laden oder online, zu Lieferzeit und Kosten sowie zur Abwicklung einer Rückgabe nützlich.