OpenVPN

OpenVPN bezeichnet zugleich ein quelloffenes VPN-Protokoll, das 2002 erstmals öffentlich erschien, und das Unternehmen OpenVPN Inc., das Fernzugriffslösungen für Firmen wie Access Server und CloudConnexa verkauft. Mehr als 20.000 Organisationen nutzen seine Produkte. Die Community-Version lässt sich in Deutschland kostenlos herunterladen.

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Über OpenVPN

OpenVPN begann als Open-Source-Projekt. Laut der Unternehmenschronik erschien die erste private Version des Protokolls 2001 und die erste offizielle öffentliche Version 2002. Ihr Entwickler James Yonan ist heute Mitgründer und Chief Technology Innovator von OpenVPN Inc. und weiterhin Hauptentwickler der Kernkomponenten; der zweite Mitgründer und Geschäftsführer ist Francis Dinha. Das Unternehmen betont, dass das Protokoll unter der GPL quelloffen bleibt, dass es dessen Weiterentwicklung betreut und seine kommerziellen Produkte darauf aufbaut. Als Mission nennt es, die Welt seiner Kunden sicher zu verbinden.

Die quelloffene Community-Version steht auf der offiziellen Website kostenlos zum Download. Für Windows gibt es Installationspakete für x86-64-, ARM64- und 32-Bit-x86-Prozessoren mit dem grafischen Client OpenVPN GUI und einem Systemdienst, lauffähig ab Windows 10 und auf Windows-Server-Editionen; zum Zeitpunkt der Prüfung war Version 2.6.17 aktuell. Außerdem gibt es Pakete für Linux-Distributionen, den mit GnuPG signierten Quellcode, die Protokolldokumentation, Sicherheitshinweise sowie Open-Source-Clients für Android und macOS. Die App OpenVPN Connect erschien 2013 für Android und 2014 für iOS.

Das Geschäft von OpenVPN Inc. richtet sich an Unternehmen, die Beschäftigten sicheren Fernzugriff nach dem Zero-Trust-Prinzip bieten wollen. Access Server ist die selbst gehostete Variante: Er läuft bei Cloud-Anbietern, unter Docker, Linux, Hyper-V oder VMware ESXi, mit Zugriffsregeln nach Identität, Gerät und IP-Adresse, und ist seit 2017 im AWS Marketplace und seit 2019 im Microsoft-Azure-Marketplace erhältlich. CloudConnexa, bis 2023 OpenVPN Cloud genannt, ist die Variante als Dienst, mit mehr als 30 Points of Presence weltweit, Inhaltsfilter für mehr als 40 Kategorien, Schutz vor Schadsoftware und Phishing sowie Unterstützung der Protokolle OpenVPN und IPsec.

Access Server lässt sich 14 Tage ohne Kreditkarte testen und wird danach pro Verbindung bezahlt, mit Mengenrabatten; größere Kunden erhalten auf Wunsch individuelle Preise, begleitete Einführung und priorisierten Support rund um die Uhr. Das Unternehmen gibt an, die europäische DSGVO sowie SOC 2, ISO 27001 und HIPAA zu erfüllen, unterstützt die Anmeldung über SAML, LDAP, RADIUS und Zwei-Faktor-Authentifizierung und hat 2025 sein Partnernetz um Ingram Micro erweitert. Für Privatleute in Deutschland ist wichtig: Die Website von OpenVPN Inc. konzentriert sich auf Firmenkunden; das Protokoll arbeitet mit kompatiblen Routern und Clients, etwa von DrayTek, mit dem das Unternehmen 2020 kooperierte.

Im Detail nennt OpenVPN für CloudConnexa eine fortlaufende Prüfung der Gerätesicherheit, Mikrosegmentierung zur Abschottung einzelner Anwendungen, verborgene Routen zu angeschlossenen Netzen, Zugriffs- und DNS-Protokolle sowie die Weiterleitung von Logs an SIEM-Systeme. Access Server bietet laut Funktionsübersicht IPv6, Data Channel Offload für hohe Geschwindigkeiten, Web-Portale für Administratoren und Nutzer sowie Clusterkonfigurationen für hohe Last und Ausfallsicherheit. Die Startseite wirbt mit dem Hinweis, dass laut Verizon-Bericht von 2024 die meisten Datenpannen einen menschlichen Faktor haben.

Zu den Meilensteinen, die das Unternehmen hervorhebt, zählen Access Server 1.1 im Jahr 2009 und die bestmögliche Sicherheitsbewertung von Veracode im Jahr 2010, Access Server 1.5 samt neuer Windows-Clientsoftware im Jahr 2012 sowie die Partnerschaft mit Ingram Micro im Jahr 2025. Eine hilfreiche Bewertung von OpenVPN nennt die genutzte Variante, also Community-Version, Access Server oder CloudConnexa, das Betriebssystem oder den Router, den Aufwand für Installation und Konfiguration, Stabilität und Geschwindigkeit der Verbindung sowie die Qualität des technischen Supports.

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