Über Nexo
Nexo beschreibt sich als Vermögensplattform für digitale Assets und ist nach eigenen Angaben seit 2018 in Betrieb. Das erste Produkt war eine kryptobesicherte Credit Line: Wer Krypto besaß, sollte Liquidität erhalten, ohne seine Coins zu verkaufen. Heute nennt Nexo über 7 Milliarden Dollar an verwalteten Assets, Stand zweites Quartal 2026, eine Präsenz in über 200 Gerichtsbarkeiten und eine Kundenbetreuung rund um die Uhr. Zu den Meilensteinen auf der Seite „Über uns“ gehören die Übernahme der argentinischen Plattform Buenbit 2025, Partnerschaften mit den Australian Open und der DP World Tour sowie 2026 das Titelsponsoring des Audi Revolut F1 Teams.
Das Angebot für Privatkunden umfasst den Kauf von Bitcoin, Ethereum und weiteren digitalen Assets, Tauschgeschäfte unter „Exchange on Nexo“, Flexible Savings mit täglicher Auszahlung und ohne Sperrfrist, Fixed-term Savings mit Laufzeiten bis zu 12 Monaten, die Credit Line, Perpetual-Futures und die Nexo Card. Eingezahlt wird per Banküberweisung auf persönliche Konten in Euro, Dollar oder Pfund, per Karte, Apple Pay oder Google Pay sowie in Krypto über mehr als 20 Blockchain-Netzwerke. Ab einem Guthaben von 5.000 Dollar gilt das Treueprogramm mit besseren Zinsen, ab 100.000 Dollar der Service Nexo Private mit persönlichem Betreuer. Für Firmen gibt es Unternehmenskonten, Prime Brokerage und ein Payment Gateway.
Für Deutschland ist die rechtliche Aufteilung wichtig. Seit der Umstellung auf die EU-Verordnung MiCA arbeitet Nexo im EWR mit zwei lizenzierten Partnern. Die Tangany GmbH in der Brienner Straße in München verwahrt die Krypto-Assets der Kunden getrennt vom eigenen Vermögen, mit Hardware-Sicherheitsmodulen und Multi-Party Computation. DLT Finance, eine Marke der DLT Securities GmbH aus Frankfurt am Main, führt als Wertpapierinstitut die Trades aus und ist Gegenpartei bei Perpetuals. Beide werden von der BaFin beaufsichtigt. Laut der MiCA-FAQ werden Bestandskunden schrittweise umgestellt, während Neukunden seit dem 30. Juni direkt über diese Struktur aufgenommen werden.
Earn und Borrow, also die Zinsprodukte und die kryptobesicherten Kredite, sind dagegen eigenständige Produkte mit eigenen Bedingungen. Laut den Hinweisen auf der Website liegen sie außerhalb des Zulassungsumfangs von Tangany und DLT Finance, nehmen keine Einlagen entgegen, fallen nicht unter MiCAR und sind weder durch Einlagensicherung noch durch Anlegerentschädigung geschützt. Nexo weist außerdem darauf hin, dass Krypto-Assets hochvolatil sind und das gesamte eingesetzte Kapital verloren gehen kann. Krypto-Derivate sind gehebelte Produkte, bei denen viele Kleinanleger Geld verlieren. Zinssätze wie „bis zu 15 %“ ändern sich und hängen von Region, Treuestufe und weiteren Faktoren ab; maßgeblich ist die Anzeige in der App.
Die Nexo Card wird von der DiPocket UAB ausgegeben, einem von der Bank von Litauen lizenzierten E-Geld-Institut. Sie lässt sich zwischen Debit-Modus, bei dem Stablecoins, Krypto oder FiatX-Guthaben ausgegeben werden, und Kreditmodus mit kryptobesicherter Kreditlinie umschalten. Im Kreditmodus verspricht Nexo bis zu 2 % Krypto-Cashback; Kredite gibt es ab 1,9 % pro Jahr, ohne Bonitätsprüfung und festen Rückzahlungsplan. Monatliche oder jährliche Kartengebühren fallen nicht an. Kostenlose Abhebungen am Automaten reichen je nach Stufe von 200 bis 2.000 Euro im Monat, danach kostet jede Abhebung 2 %, mindestens 1,99 Euro. Fremdwährungszahlungen im EWR kosten werktags 0,2 % und am Wochenende 0,7 %.
Offizielle E-Mails von Nexo kommen nach Angaben des Unternehmens nur von nexo.com-Adressen und enthalten in der Fußzeile den persönlichen Anti-Phishing-Code, den man in der App unter Mein Profil > Sicherheit festlegt. Eine hilfreiche Bewertung von Nexo nennt das genutzte Produkt, etwa Savings, Credit Line, Exchange oder Karte, den Ablauf von Verifizierung, Ein- und Auszahlung, die tatsächlichen Zinsen und Gebühren sowie Erfahrungen mit dem Kundendienst, ohne Kontodaten oder Wallet-Adressen preiszugeben. Maßgeblich sind die jeweils geltenden Bedingungen und rechtlichen Hinweise auf nexo.com.