Über Mintos
Mintos wurde 2014 von Martins Sulte und Martins Valters in Riga als Peer-to-Peer-Kreditmarktplatz gegründet und hat sein Geschäftsmodell seitdem mehrfach erweitert. Laut Impressum ist die AS Mintos Marketplace eine von der Latvijas Banka, der lettischen Zentralbank, zugelassene und beaufsichtigte Wertpapierfirma mit Sitz in der Skanstes iela in Riga. Nach eigenen Angaben hat Mintos mehr als 700.000 registrierte Nutzer und über 800 Millionen Euro verwaltetes Vermögen, beschäftigt mehr als 180 Menschen aus über 20 Ländern und hat Büros in Riga und Berlin. Die Plattform ist auf Deutsch verfügbar, mit App für iOS und Android.
Das Angebot reicht heute weit über Kredite hinaus. Anleger können in Portfolios aus Konsumentenkrediten verschiedener Kreditunternehmen investieren, in Anleihen-Portfolios, ETFs, über 4.000 Aktien, Immobilienanlagen und Krypto-ETPs. Der Einstieg ist ab einem Euro möglich. Bei Kreditanlagen kauft man nicht die Kredite selbst, sondern Schuldverschreibungen, deren Rückzahlung von den Kreditunternehmen abhängt. Den Risikograd bewertet Mintos mit einem eigenen Mintos Risk Score, der sich zu 40 Prozent aus der Kreditportfolio-Performance, zu je 25 Prozent aus der Effizienz des Kreditverwalters und der Rückkaufstärke und zu 10 Prozent aus der Kooperationsstruktur zusammensetzt.
Die Gebührenübersicht ist detailliert. Ein- und Auszahlungen per Banküberweisung, Kontoführung und Kundenservice sind kostenlos; Einzahlungen per Karte, Apple Pay oder Google Pay kosten zwei Prozent. Für Kreditportfolios fallen 0,29 bis 0,39 Prozent pro Jahr an, für High-Yield-Anleihenportfolios 0,39 Prozent, für Krypto-ETPs 0,49 Prozent pro Transaktion. Wer Anlagen auf dem Sekundärmarkt vorzeitig verkauft, zahlt 0,85 Prozent, ein Währungstausch kostet ab 0,50 Prozent. Für inaktive Konten berechnet Mintos 4,90 Euro im Monat, was man bei einem vergessenen Restguthaben beachten sollte. Aktien und ETFs sind laut Website ohne Ordergebühren handelbar.
Die wichtigste Regel steht auf der Website selbst: Investitionen sind mit Risiken verbunden, und investiertes Kapital kann verloren gehen. Mintos ist Mitglied des lettischen Anlegerentschädigungssystems nach der EU-Richtlinie 97/9/EG, das bis zu 20.000 Euro erstattet, falls Mintos selbst Finanzinstrumente oder Barmittel nicht zurückgeben kann. Verluste durch Kursänderungen, Ausfälle von Kreditunternehmen oder fehlende Liquidität deckt es nicht ab. In der Vergangenheit haben Ausfälle einzelner Kreditanbieter gezeigt, dass Rückzahlungen sich über Jahre ziehen können; Mintos kann dafür Rückforderungsgebühren einbehalten. Eine breite Streuung und nur Geld, das man längere Zeit entbehren kann, sind daher sinnvoll.
Für deutsche Anleger ist wichtig, dass ein ausländischer Anbieter in der Regel keine deutsche Abgeltungsteuer einbehält wie eine inländische Bank; Erträge gehören deshalb selbst in die Steuererklärung. Die Kontoübersichten im Nutzerkonto helfen bei der Zusammenstellung der Zahlen. Die rechtlichen Dokumente und Risikoinformationen sind auf der Website abrufbar, ebenso ein Lernbereich und eine Community. Zur Kontoeröffnung gehört eine Identitätsprüfung; eine zusätzliche Überprüfung der Registrierung kann laut Gebührenübersicht 50 Euro kosten. Mit Mintos Smart Cash gibt es zudem eine Möglichkeit, nicht investiertes Guthaben gegen eine Gebühr von 0,19 Prozent pro Jahr anzulegen.
Eine hilfreiche Bewertung zu Mintos nennt die genutzten Anlageprodukte, den Anlagezeitraum, die tatsächliche Rendite nach Gebühren und Ausfällen, die Erfahrungen mit Auszahlungen oder dem Sekundärmarkt und gegebenenfalls mit dem Kundenservice. Für andere Anleger ist auch interessant, wie verständlich die Risikoinformationen waren und ob die App im Alltag zuverlässig funktioniert hat. Gebühren, Produkte und Bedingungen ändern sich; maßgeblich sind die Gebührenseite und die rechtlichen Dokumente auf mintos.com.