Über Ledger
Ledger gehört zu den wenigen europäischen Herstellern von Hardware für Kryptowährungen. Die Ledger SAS mit Sitz in der Rue du Temple in Paris entwickelt sogenannte Hardware-Wallets: kleine Geräte, die die privaten Schlüssel ohne Internetverbindung aufbewahren und jede Transaktion auf einem eigenen, gesicherten Bildschirm bestätigen lassen. Zur Produktpalette gehören der Ledger Stax mit gebogenem E-Ink-Display, der Ledger Flex und die Ledger-Nano-Modelle. Alle Geräte arbeiten mit der App Ledger Wallet, früher Ledger Live, für Computer und Smartphone. Website und Shop sind auf Deutsch verfügbar, ebenso ein großer Teil der Support-Artikel zu Einrichtung, Firmware-Updates und Kompatibilität.
Das Grundprinzip sollte man vor dem Kauf verstehen: Die Kryptowährungen liegen nicht im Gerät, sondern auf der Blockchain; das Gerät schützt den Schlüssel, mit dem man über sie verfügen kann. Bei der Einrichtung zeigt es eine Wiederherstellungsphrase aus 24 Wörtern an, die einzige Sicherung, mit der sich das Guthaben bei Verlust oder Defekt wiederherstellen lässt. Diese Wörter gehören auf Papier oder eine Metallplatte und an einen sicheren Ort, niemals in ein Foto, eine Cloud oder ein Textdokument. Ledger betont auf der gesamten Website, dass das Unternehmen nie nach diesen 24 Wörtern fragt; wer sie verlangt, will die Guthaben stehlen.
Ein wichtiges Detail des Online-Shops: Laut den Verkaufsbedingungen arbeitet Ledger mit Global-e zusammen, das als offizieller Händler und Verkäufer auftritt. Der Kaufvertrag kommt also mit Global-e zustande, während Ledger die Produkte herstellt. Verbraucher haben nach europäischem Recht ein Widerrufsrecht von 14 Tagen; für Produkte ist der einfachste Weg das Rückgabeverfahren im Ledger-Support, alternativ eine eindeutige Erklärung an Ledger in Paris. Geräte sollte man nur direkt bei Ledger oder bei autorisierten Händlern kaufen und niemals gebraucht, weil manipulierte Geräte oder vorab ausgefüllte Wiederherstellungsphrasen ein bekanntes Betrugsmuster sind.
Über die App Ledger Wallet lassen sich Konten verwalten, Kryptowährungen senden und empfangen und über Partner kaufen, tauschen oder staken. Diese Dienste erbringen Drittanbieter mit eigenen Gebühren, Bedingungen und Identitätsprüfungen, und sie sind nicht wie ein Bankkonto abgesichert. Ledger bietet außerdem eine Zahlungskarte mit Krypto-Anbindung und einen kostenpflichtigen Dienst zur Sicherung der Wiederherstellungsphrase, Ledger Recover, der auf einer Identitätsprüfung beruht. Jeder dieser Dienste verdient eine genaue Lektüre der Bedingungen, und Investitionen in Kryptowährungen können mit hohen Verlusten verbunden sein.
Das Datenleck bei der Kundendatenbank im Jahr 2020 wirkt bis heute nach: Immer wieder kursieren gefälschte Briefe, SMS und E-Mails im Namen von Ledger, teils mit manipulierten Geräten oder angeblichen Sicherheitsupdates. Die Grundregeln bleiben gleich: Ledger Wallet nur von ledger.com oder aus den offiziellen App-Stores laden, die Empfängeradresse jeder Transaktion auf dem Gerätedisplay prüfen und keine Transaktionen blind auf unbekannten DeFi-Websites signieren. Steuerlich sind Gewinne aus Kryptowährungen in Deutschland in vielen Fällen relevant, was man mit einer Steuerberatung klären sollte.
Eine hilfreiche Bewertung zu Ledger nennt Modell, Nutzungsdauer, die verwalteten Kryptowährungen und Netzwerke, Erfahrungen mit Ledger Wallet und Firmware-Updates, die Lieferzeit und gegebenenfalls den Kontakt mit dem Support. Screenshots mit Adressen, Guthaben oder gar Wiederherstellungswörtern gehören nie in eine Bewertung. Hilfreich ist dagegen, ob die Einrichtung ohne Probleme gelang, wie verständlich die Anleitungen waren und ob die Wiederherstellung mit der Phrase auf einem Ersatzgerät getestet wurde. Produkte, Preise und Bedingungen ändern sich; maßgeblich sind die Bedingungen auf ledger.com.