Über Jimmy Choo
Jimmy Choo entstand 1996 rund um den luxuriösen Damenschuh. Laut dem Jahresbericht 10-K von Capri Holdings leitet Sandra Choi das Designteam seit der Gründung und ist seit 1996 Kreativdirektorin der Marke. Das Sortiment wuchs um Handtaschen, kleine Lederwaren, Schmuck, Tücher und Gürtel sowie um Schuhe und Accessoires für Herren. Düfte und Brillen entstehen in Lizenz bei Partnerunternehmen. Capri beschreibt Jimmy Choo als britische Luxusmarke für Schuhe und Accessoires mit rund 30 Jahren Geschichte, die auf roten Teppichen stark vertreten ist und von vielen Prominenten getragen wird. Klassische, zeitlose Modelle stehen neben Kollektionen, die Trends setzen sollen.
Capri Holdings ist auf den Britischen Jungferninseln eingetragen, an der New Yorker Börse notiert und hat seinen Sitz in der Whitfield Street 90 in London. Zum Konzern gehört außerdem Michael Kors, das mit 673 Geschäften rund 83 Prozent des Umsatzes beisteuert. Eine geplante Fusion mit Tapestry, dem Eigentümer von Coach, scheiterte nach einer Klage der US-Wettbewerbsbehörde FTC. Versace verkaufte Capri an Prada; die Vereinbarung wurde im April 2025 unterzeichnet und der Verkauf im Dezember 2025 abgeschlossen. Im Geschäftsjahr bis 28. März 2026 erzielte Jimmy Choo 600 Millionen US-Dollar Umsatz, etwa 17 Prozent des Konzerns, davon 291 Millionen in der Region Europa, Nahost und Afrika. Langfristig will Capri den Markenumsatz auf 800 Millionen US-Dollar steigern und den Anteil der Damenaccessoires auf mindestens 30 Prozent bringen.
Gestärkt werden sollen die Erkennungszeichen der Marke, also das JC-Monogramm, Kristall und Perle, außerdem sollen lässigere und sportlich inspirierte Schuhe wachsen. Die meisten Produkte fertigen laut Jahresbericht Spezialisten in Italien, darunter konzerneigene Manufakturen, unterstützt von weiteren Fabriken in Europa; ein kleiner Teil kommt aus Asien. In Florenz betreibt Jimmy Choo ein Zentrum für Produktentwicklung, und der Konzern besitzt in Italien zwei eigene Fabriken für Luxusschuhe, die mehreren Marken zuarbeiten. Ende März 2026 führte die Marke 211 Geschäfte, darunter reguläre Boutiquen und Outlets, mit durchschnittlich rund 140 Quadratmetern Fläche. Daneben ist sie in großen Luxuskaufhäusern und Fachgeschäften vertreten.
Eigene Onlineshops betreibt Jimmy Choo in den USA, in Teilen Europas, in Japan, China, Australien und Südkorea. Europa ist für die Marke die wichtigste Region: Der Umsatz in Europa, Nahost und Afrika stieg laut Jahresbericht von 266 Millionen US-Dollar im Geschäftsjahr 2024 über 287 auf 291 Millionen im Geschäftsjahr 2026. In Asien ging er im selben Zeitraum von 176 auf 134 Millionen zurück, in Nord- und Südamerika lag er zuletzt bei 175 Millionen. Neben den eigenen Boutiquen und Outlets verkauft Jimmy Choo über ausgewählte Luxuskaufhäuser und Fachhändler sowie über Lizenzpartner. Capri betont im Jahresbericht, ein sorgfältiges Kundenerlebnis an allen Kontaktpunkten bieten zu wollen, im Geschäft ebenso wie online.
Zur Kundschaft gehören laut Capri sowohl Bestandskundinnen als auch neue Käuferinnen, die das Unternehmen über die Markenbotschaft und gezielte Kommunikation gewinnen will. Die Konzernstrategie sieht vor, den glamourösen Charakter der Marke über Kommunikation, Produkt und Kundenerlebnis zu stärken und das Damenschuhgeschäft weiter auszubauen. Eine hilfreiche Bewertung von Jimmy Choo nennt das Modell und die Größe, den Kaufort, also Boutique, Kaufhaus oder Onlineshop, den tatsächlichen Tragekomfort, die Haltbarkeit von Material und Verarbeitung nach einigen Einsätzen, die Beratung und den Ablauf eines Umtauschs, einer Reparatur oder einer Reklamation.