Über Harvester
Laut Wikipedia eröffnete das erste Harvester-Restaurant, The George Inn, 1983 in Morden im Süden Londons. Gegründet wurde die Kette von der Brauerei Courage, die damit gegen die Restaurants Beefeater von Whitbread und Berni Inns von Grand Metropolitan antreten wollte. Courage gehörte damals zu Imperial Tobacco und baute Harvester auf 70 Standorte aus. Nach der Übernahme von Imperial durch Hanson im Jahr 1986 ging Courage an den australischen Brauer Elders, der die Marke Harvester an Trusthouse Forte weiterverkaufte.
Am 21. Juli 1995 kaufte der Brauerei- und Gastronomiekonzern Bass die 78 Harvester-Restaurants für 165 Millionen Pfund von der Forte-Gruppe; Whitbread hatte 150 Millionen geboten. Die meisten Restaurants lagen im Südosten Englands, und Bass baute weitere Lokale andernorts zu Harvester-Restaurants um. Nach dem Verkauf der Brauereisparte im Jahr 2000 hieß der Konzern Six Continents, bis er im April 2003 in die InterContinental Hotels Group und Mitchells & Butlers für Pubs und Restaurants aufgeteilt wurde. 2006 betrieb Mitchells & Butlers 130 Harvester-Restaurants.
Im Juli 2006 übernahm Mitchells & Butlers für 497 Millionen Pfund 239 Pub-Restaurants von Whitbread, um das Gastronomiegeschäft vor dem Rauchverbot in England von 2007 zu stärken; ehemalige Brewers-Fayre-Lokale wurden zu Harvester-Restaurants, ehemalige Beefeater zu Toby Carvery. 2008 kamen 44 weitere Standorte im Tausch gegen 21 Express-by-Holiday-Inn-Hotels hinzu. Im selben Jahr zeigte die BBC-Sendung Rogue Restaurants ein Harvester-Lokal, in dem Hygienevorschriften missachtet wurden. 2010 warb die Kette erstmals seit zehn Jahren wieder im Fernsehen und Radio und bot regelmäßig Gutscheine für Gratis-Eis zum Hauptgericht an.
Mitchells & Butlers hat seinen Sitz in Birmingham, ist an der Londoner Börse notiert und gehört zum FTSE 250. Zum Konzern gehören zahlreiche Restaurant- und Barmarken wie All Bar One, Miller & Carter, Nicholson’s, Toby Carvery, Browns, Vintage Inns, Ember Inns, O’Neill’s und Sizzling Pubs. Laut Wikipedia nahm das Unternehmen 2001 auch die in Deutschland ansässige Marke ALEX in sein Portfolio auf. Harvester selbst betreibt keine Restaurants in Deutschland.
Der Mutterkonzern blickt auf eine lange Geschichte zurück: Die Brauerei Mitchells & Butlers entstand 1898 aus dem Zusammenschluss zweier Brauereien und fusionierte 1961 mit Bass. Laut Wikipedia scheiterten 2006 ein Übernahmeangebot eines Konsortiums um Robert Tchenguiz über 2,7 Milliarden Pfund und 2008 eine angebotene Fusion mit Punch Taverns. Anfang 2008 meldete Mitchells & Butlers wegen aufgelöster Absicherungsgeschäfte einen Verlust von 274 Millionen Pfund. 2014 kaufte der Konzern für 266 Millionen Pfund den Großteil des Konkurrenten Orchid mit 173 Pubs, und im Juni 2026 vereinbarte er die Übernahme weiterer ehemaliger Beefeater- und Brewers-Fayre-Standorte von Whitbread, die zu Miller & Carter und Toby Carvery werden sollen. Nach einer Gewinnwarnung entließ der Konzern 2015 Vorstandschef Alistair Darby; Nachfolger wurde Phil Urban, der zuvor die Pub-Restaurant-Sparte von Whitbread geleitet hatte.
Die Website harvester.co.uk, die laut Wikipedia auch durch einen eigenen YouTube-Kanal ergänzt wird, verweigerte während der Prüfung für diesen Artikel den Zugriff, daher konnten aktuelle Speisekarten, Preise, Standortzahl und Reservierungsbedingungen nicht geprüft werden.
Für eine hilfreiche Bewertung von Harvester sind Angaben zum besuchten Restaurant und Ort, zu Gericht und Preis, zur Qualität der Speisen, zur Wartezeit und zum Service sowie zur Erfahrung mit einer Reservierung oder Beschwerde nützlich.
Quellen geprüft: