Über Gurkerl.at
Laut Wikipedia nahm Gurkerl.at im Dezember 2020 den Lieferbetrieb aus einem Lager im Wiener Bezirk Liesing auf und belieferte zunächst die Stadt und umliegende Gemeinden, auch mit Lebensmitteln regionaler Produzenten. 2023 legte die Rohlik Group die Leitung von Gurkerl.at und der deutschen Schwester Knuspr zusammen und begann, das Wiener Lager zu automatisieren. Das erweiterte Lager wurde im Oktober 2024 wiedereröffnet: Roboter bringen die Waren zu Stationen, an denen Beschäftigte die Bestellungen zusammenstellen, 2025 kam ein Greifroboter hinzu. 2026 erhielt das Projekt den Österreichischen Logistik-Preis.
Im Geschäftsjahr bis April 2025 erzielte die Gurkerl.at GmbH laut Wikipedia 53,6 Millionen Euro Umsatz bei einem Verlust von 12,8 Millionen Euro. 2026 meldete das Unternehmen mehr als 35.000 monatlich aktive Kundinnen und Kunden und über 100.000 Bestellungen pro Monat; im Dezember 2025 habe es erstmals einen Monat mit operativem Gewinn verbucht. In einem Vergleich von fünf österreichischen Online-Supermärkten durch die ÖGVS im Jahr 2025 belegte Gurkerl.at hinter Billa den zweiten Platz und erzielte die besten Noten für Lieferservice und Bedienbarkeit der Website.
Die Muttergesellschaft wurde 2014 in Tschechien als Rohlik.cz gegründet; Gründer Tomáš Čupr hält laut tschechischer Wikipedia rund 42 Prozent. Die Rohlik Group ist in fünf Ländern aktiv: mit Rohlik.cz in Tschechien, Kifli.hu in Ungarn, Gurkerl.at in Österreich, Knuspr.de in Deutschland und Sezamo in Rumänien. 2023 übernahm Knuspr den Berliner und Münchner Lieferdienst Bringmeister, und seit November 2024 arbeitet Knuspr in Deutschland mit Amazon zusammen. Im Juni 2025 wurde die Gruppe mit rund 2,04 Milliarden Euro bewertet; im vierten Quartal 2025 erreichte sie erstmals ein positives EBITDA.
Seit ihrer Gründung hat die Rohlik Group laut tschechischer Wikipedia mehr als 700 Millionen Dollar eingesammelt: 2021 eine Serie-B-Runde über 100 Millionen Euro unter Führung von Index Ventures und Quadrille Capital mit Beteiligung der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, 2022 eine Serie-D-Runde über 220 Millionen Euro mit der belgischen Sofina und 2024 weitere 170 Millionen Dollar unter Beteiligung der Europäischen Investitionsbank, bei einer Bewertung von 1,65 Milliarden Euro. 2022 startete die Gruppe unter dem Namen Sezamo auch in Rumänien, Italien und Spanien, zog sich 2023 aber aus Spanien und Italien wieder zurück, weil der Betrieb dort wirtschaftlich nicht tragfähig war.
Laut App-Beschreibung im österreichischen App Store wird der Wocheneinkauf innerhalb weniger Stunden in Wien und Umgebung geliefert: Nach der Eingabe der Lieferadresse wählt man die Produkte und das gewünschte Lieferfenster. Gezahlt wird mit Bankomat- oder Kreditkarte online oder bei der Lieferung, die Rechnung wird im Kundenprofil gespeichert. Geliefert wird montags bis freitags zwischen 6 und 22 Uhr und samstags zwischen 6 und 20 Uhr; das genaue Liefergebiet ist in der App einsehbar. Laut tschechischer Wikipedia bietet die Gruppe seit März 2026 auch in Österreich an, gebrauchte Bücher über ihre Kuriere an den Ankaufdienst Knihobot zu verkaufen.
Die Website gurkerl.at verweigerte während der Prüfung für diesen Artikel den Zugriff; Liefergebühren, Mindestbestellwert und Rückgaberegeln konnten daher nicht geprüft werden.
Für eine hilfreiche Bewertung von Gurkerl.at sind Angaben zum Bezirk oder Ort, zur Pünktlichkeit der Lieferung, zur Frische von Obst, Gemüse und Kühlware, zur Vollständigkeit der Bestellung, zum Sortiment und zur Reaktion des Kundenservice bei Fehlern nützlich.
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