Über Alamy
Alamy wurde 1999 von Mike Fischer und James West gegründet, mit dem Ziel, das vielfältigste Archiv an Stockfotos aufzubauen und Fotografinnen und Fotografen fair zu bezahlen. 2002 erhielt das Unternehmen nach eigenen Angaben den EMMA-Preis für technische Exzellenz, später kamen die Stockimo-App und eine weiterentwickelte Suche hinzu. Im Februar 2020 übernahm die britische PA Media Group die Agentur. Laut Website liefern mehr als 150.000 Anbieter aus aller Welt Material, und Kunden wie Netflix, Ogilvy und Red Bull nutzen es. Mit dem Projekt „100 % Studenten“ erhalten Studierende während des Studiums die vollen Einnahmen aus ihren Verkäufen.
Das Angebot umfasst kreative und redaktionelle Stockfotos, Vektorgrafiken, Illustrationen, Panoramabilder und Videos, die man über die Suchfunktion findet; laut Alamy richtet sich das Angebot an Kreative ebenso wie an Redaktionen. Für Fußballbilder aus der englischen Premier League und anderen Ligen gelten besondere Nutzungsbeschränkungen, die im Lizenzvertrag ausführlich geregelt sind. Fotografen und Agenturen können selbst Anbieter werden und Bilder hochladen; dafür gibt es einen eigenen Mitarbeitervertrag und eine Hilfeseite für Beitragende. Lightboxen helfen, Material für ein Projekt zu sammeln.
Für Privatleute gibt es persönliche Lizenzen: einmalige Nutzung für ein einzelnes Projekt, etwa private Social-Media-Beiträge, private Blogs, selbst verlegte Bücher bis 2.500 Exemplare, nicht kommerzielle Podcasts und Drucke für Zuhause, weltweit und zeitlich unbegrenzt, aber nicht übertragbar. Geschäftliche Lizenzen erlauben mehreren Nutzern die Arbeit an einem Projekt und gibt es in redaktionellen Stufen, von Webseite und Zeitschrift bis Dokumentarfernsehen, sowie in kommerziellen Varianten für Werbung, Merchandise, Film, TV und Spiele. Die erweiterte redaktionelle Lizenz deckt zum Beispiel Museen, Pressemitteilungen, Dokumentationen und Nachrichtensendungen sowie Bildungsprodukte ab. Neben Rights-Managed-Lizenzen für eine bestimmte Nutzung gibt es Royalty-Free-Material, das gegen eine einmalige Gebühr vielfach genutzt werden darf.
Der Lizenzvertrag wird mit der Alamy Limited geschlossen, die im Auftrag der Anbieter Lizenzen vergibt, und unterliegt englischem Recht mit ausschließlicher Zuständigkeit englischer Gerichte. Nach dem Kauf eines Inhalts besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Erstattung. Nur wenn eine Datei fehlerhaft ist und man dies innerhalb von 14 Tagen nach Lieferung schriftlich meldet, ersetzt Alamy sie oder erstattet den anteiligen Lizenzpreis. Abo-Pläne werden vorab oder monatlich abgerechnet und gewähren eine bestimmte Zahl und Art von Lizenzen für einen festen Zeitraum. Bei Content-Paketen und Abos verfallen ungenutzte Download-Credits zum angegebenen Ablaufdatum. Alamy kann eine Lizenz bei einem drohenden Rechtsstreit zurückziehen; dann muss die Nutzung sofort enden.
Vor dem Kauf sollte man prüfen, ob ein Bild als redaktionell oder kommerziell gekennzeichnet ist und ob Model- oder Property-Releases vorliegen, denn ohne Freigaben ist eine werbliche Nutzung oft nicht erlaubt. Der Lizenzvertrag enthält außerdem eigene Abschnitte zu Bildnachweis und Urheberrechtsangaben sowie zu Freigaben. Wer eine Lizenz überschreitet, verletzt den Vertrag und unter Umständen das Urheberrecht. Bei Fragen zu Lizenzen hilft die FAQ, und über die Kontaktseite erreicht man den Kundenservice; außerdem veröffentlicht Alamy Transparenzberichte nach dem Digital Services Act.
Eine hilfreiche Bewertung von Alamy nennt die Art des gesuchten Materials, die Qualität der Suchergebnisse, die Verständlichkeit der Lizenzoptionen, das Preis-Leistungs-Verhältnis und gegebenenfalls Erfahrungen mit dem Kundenservice oder als Anbieter. Lizenzen, Preise und Bedingungen ändern sich; maßgeblich ist der Lizenzvertrag auf alamy.de zum Zeitpunkt des Kaufs.