Über ACDSee
Laut der Unternehmensgeschichte auf der deutschen Website ist ACDSee seit 1994 im Bereich Kreativsoftware tätig. Die erste Version wurde über ein Mailbox-System (BBS) für 15 US-Dollar vertrieben, später folgten ACDSee 95 als erste 32-Bit-Version, Bildbearbeitung und Plug-ins in Version 3.0, eine relationale Datenbank in Version 5.0 und die Unterstützung von RAW-Dateien in Version 7.0. Die Marke beschreibt sich als einen der ersten Digital Asset Manager und als ersten mit RAW-Editor und Ebenen. Nach eigenen Angaben wurde die Software bei der Bildverwaltung für den Film Titanic von 1997 eingesetzt, und ACD Systems gehörte zu den frühen Pionieren des Online-Vertriebs. Mit ACDSee 8 und 9 kam die Software in vielen Sprachen heraus, darunter Deutsch, und 2024 feierte die Marke 30 Jahre Softwareentwicklung mit neuen KI-Funktionen.
Herzstück ist ACDSee Photo Studio, das Bildverwaltung, Katalogisierung und RAW-Bearbeitung verbindet und in den Varianten Home, Professional und Ultimate für Windows sowie als Version für Mac angeboten wird. Über die Jahre kamen Gesichtserkennung, Personen- und Medienmodus, HDR, Fokus-Stapelung, Rauschunterdrückung und KI-Funktionen hinzu. Für kreative Bildbearbeitung gibt es den Gemstone Photo Editor mit KI-Himmelsersatz, KI-Gesichtsbearbeitung und KI-Maskierung, für Video LUXEA Pro und die Video Converter. Mit der App ACDSee Mobile Sync lassen sich Fotos und Videos vom Smartphone direkt an Photo Studio senden. ACDSee Free ist ein kostenloser Dateibrowser für Windows.
Im Online-Shop werden die Programme meist als Einmalkauf mit ausgewiesener Mehrwertsteuer verkauft; für einige Produkte gibt es zusätzlich Abonnementoptionen. Die Preise und Rabatte ändern sich häufig und werden oft als zeitlich begrenzte Angebote angezeigt, deshalb lohnt der Blick auf den aktuellen Endpreis und darauf, ob eine Version für Windows oder Mac gekauft wird. Die kostenlose Testversion läuft 15 Tage, enthält 2.000 KI-Credits und 2 GB Cloud-Speicher und kommt ohne Kreditkarte aus. Für Schulen und Hochschulen gibt es Bildungslizenzen, für kleine und mittelständische Unternehmen eigene Angebote.
Die rechtlichen Hinweise erklären, dass ACD, ACDSee, das ACDSee-Logo, FotoSlate und SendPix Marken von ACD Systems International Inc. sind und in Kanada, den USA, der Europäischen Union, Japan und weiteren Rechtsordnungen registriert sein können. Software und Dokumentation zum Download bleiben urheberrechtlich geschütztes Eigentum von ACD; Käufer erhalten eine Lizenz, kein Eigentum an der Software. Die Website bietet außerdem einen Medienraum, eine Community, kostenlose Demos, Online-Fotografiekurse und einen Support-Bereich; Karriere- und Presseinformationen gibt es nur auf Englisch. Nach eigener Darstellung unterstützt ACD Systems jedes Jahr Dutzende Werkstudenten in der Softwareentwicklung; einer von ihnen stieg später zum technischen Leiter auf.
Vor einem Kauf ist es sinnvoll, die Testversion mit den eigenen Kameradateien und der eigenen Ordnerstruktur auszuprobieren, weil die Stärke von ACDSee in der Verwaltung großer Bildbestände liegt. Wer von einem anderen Programm wechselt, findet auf der Website eine eigene Seite zur Migration von Lightroom und Photoshop. Lizenzschlüssel und Rechnung sollte man aufbewahren, um die Software später erneut installieren oder ein Upgrade nutzen zu können.
Eine hilfreiche Bewertung von ACDSee nennt das Produkt und die Version, das Betriebssystem, die Größe der Bildsammlung, die Geschwindigkeit beim Katalogisieren, die Qualität der RAW- und KI-Bearbeitung sowie gegebenenfalls Erfahrungen mit Lizenz, Abo, Upgrade auf eine neue Jahresversion oder Support. Maßgeblich sind die aktuellen Angaben im Shop auf acdsee.com.